Rottweiler-Steckbrief: Charakter und Körperbau

Von Rottweilern haben die meisten ein grobes Bild, vielleicht aus den Medien oder aus dem Bekanntenkreis. Trotzdem werden Rottweiler oft völlig falsch eingeschätzt. In diesem Rottweiler-Steckbrief finden Sie Information über Charakter, Verhalten, Aussehen und Körperbau kurz und nachvollziehbar zusammengefasst. Wer mit der Hunderasse bereits vertraut ist, findet vielleicht unter den weiterführenden Infos den ein oder anderen Beitrag.

 



Allgemeines zum Rottweiler-Steckbrief

Der Rottweiler ist im Wesentlichen ein Gebrauchs- und Familienhund. In der Literatur wird er der Rassengruppe der Schutz- und Begleithunde zugeordnet. Tatsächlich werden Rottweiler auch heute noch häufig als Schutzhund oder als Diensthund ausgebildet und eingesetzt.

Der Körperbau ist mittelgroß bis groß und durchaus stämmig. Rottweiler werden zu den großen Hunderassen gezählt. Die Proportionen des Körperbaus sind klar abgestimmt und ausgeglichen. So ist er sowohl sehr kräftig als auch ausdauernd und wendig im Bewegungsablauf. Ob die Proportionen eines Rottweilers dem Standard entsprechen, lässt sich bereits an einer einfachen Maßregel erkennen. So ist bei einem gesunden Körperbau die Rumpflänge maximal 15 % größer als die Widerristhöhe.

Rottweiler sind sehr robuste Hunde, die eine starke körperliche und seelische Gesundheit ausstrahlen.

 

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Rottweiler: Charakter und Verhalten

In der langjährigen Zucht wurden sehr sorgfältig selbstsichere und unerschrockene Rottweiler ausgewählt. Denn für einen Einsatz als Hüte- oder Arbeitshund wurden nervenstarke Hunde benötigt. Dadurch sind Rottweiler in der Gegenwart für ihr kontrolliertes und ruhiges Wesen bekannt.

In ihrer Grundstimmung sind sie friedlich und durchaus freundlich. Haben Rottweiler sich erstmal in ihre neue Familie oder Umgebung eingeordnet, sind sie sehr anhänglich und loyal. Bei einer artgerechten Erziehung ist der Rottweiler gehorsam und dabei durchaus gelehrig. In ihrer ruhigen Art sind sie gute Beobachter und verfolgen aufmerksam ihre Umwelt. Daher ist diese Hunderasse auch sehr gut für eine Hundeausbildung im dienstlichen oder sportlichen Bereich geeignet.

Rottweiler sind kinderfreundlich und nicht nur im Welpenalter verspielt. Ihr Charakter und ihr Wesen erfordern aber auch eine angemessene Beschäftigung und Zuwendung.

 

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Rottweiler: Körperbau und Eigenschaften

Das oben genannte ruhige und starke Wesen des Rottweilers lässt sich auch leicht in seinem robusten und kräftigen Körperbau wiedererkennen. Beim Körperbau wird grob in Kopf, Hals, Rumpf und Gliedmaßen unterschieden:

Kopf

Dieser Bereich wird für gewöhnlich in Oberkopf und Gesichtsschädel aufgeteilt. Im Bereich des Oberkopfes zwischen den Ohren ist eine leichte Wölbung vorhanden. Der Stopp (Stirnabsatz) ist leicht ausgeprägt und gut erkennbar. Die Ohren sollten anliegen. Die Augenfarbe ist tiefbraun.

Im unteren Schädel gibt es den breiten und gerade verlaufenden Nasenrücken. Die Nase selbst ist eher breit und hat vergleichbar große Nasenöffnungen. Wichtig ist, dass der Fang (auch Schnauze) im Verhältnis zum Oberkopf nicht zu kurz oder zu lang erscheint. Sowohl Unter- als auch Oberkiefer sind breit und kräftig gebaut. Die oberen Zähne greifen scheren-artig über die unteren Zähne. Die Anzahl der Zähne liegt bei 42.

Hals

Auch der Hals ist kräftig ausgeprägt und erscheint so im Verhältnis eher kurz oder nur mäßig lang. Der Nacken ist leicht gewölbt und durchgehend muskulös. Die Haut liegt nah an und ist auch im Bereich der Kehle gespannt.

Rumpf

Wie schon oben erwähnt, ist der Rücken kurz und kräftig ausgebildet. Etwas tiefer ist die Lendenpartie, welche auch kurz und kräftig anschließt. Die Kuppe ist breit und leicht abgerundet. Im vorderen oberen Teil des Rumpfes ist der Widerrist platziert. Als Widerrist wird die höchste Stelle des Rückens bezeichnet. Der Brustkorb ist breit ausgeprägt und nimmt in der Tiefe rund die Hälfte des Rumpfes als Raum ein.

Der hintere Teil des Rumpfes wird von der Rute abgeschlossen. Diese muss in Deutschland naturbelassen bleiben, da das Kupieren (Kürzen) verboten wurde. Bitte unterstützen Sie keine Züchter, die trotzdem kupieren.

Gliedmaßen

Zum vorderen Bewegungsapparat zählen alle Glieder vom Vorderlauf bis zum Oberarm bzw. bis zu den Schultern. Dieser Bereich wird auch als Vorderhand bezeichnet. Die Hinterhand umfasst dagegen die Hinterläufe bis zum Oberschenkel. Auch hier ist bei gesunden Rottweilern eine starke Muskulatur vorhanden. Dementsprechend kräftig sind die Sprunggelenke und Sehnen ausgeprägt. Die runden Pfoten sind geschlossen und leicht gewölbt. Die Nägel bzw. Krallen sind kurz gewachsen, liegen eng beieinander und haben einen dunklen Farbton.

 

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Rottweiler: Größe und Gewicht

Bei Rüden liegt die Widerristhöhe zwischen 62 cm und 68 cm. Im Durchschnitt werden männliche Rottweiler mittlerweile ca. 66 cm groß.
Für Weibchen liegt die Größe zwischen 56 cm und 63 cm, wobei sie im Schnitt eine Widerristhöhe von ca. 61 cm haben.

Ein ausgewachsenes Männchen hat ein Körpergewicht von 50 bis 52 kg, ein Weibchen bringt 40 bis 42 kg auf die Waage. Es sinnvoll regelmäßig nachzuwiegen, da das Gewicht auch ein Hinweis auf den Gesundheitszustand des Hundes gibt.

 

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Rottweiler: Erscheinung und Gang

Für diese Hunderasse ist ein kurz bis mittellanges Fell typisch. Bestehend aus der Unterwolle und dem Deckhaar liegt das Fell fest und straff an. Im Bereich der Hinterhand, der Rute und den Hinterläufen wird das Haar etwas länger und dadurch auch welliger. Das Fell passt sich den Jahreszeiten an, aber der Fellwechsel geht ohne viel Haarausfall vonstatten. Das Fell hat größtenteils eine schwarze Farbe, ergänzt durch den sogenannten Brand. Dieser bezeichnet die rotbraunen Abzeichen an Stirn, Backen, Fang, Halsunterseite, Vorder- und Hinterläufen sowie unter der Rutenwurzel.

Wenn Sie einen Rottweiler in Bewegung sehen, fällt ein fester aber harmonischer Gang auf. Insbesondere  beim Rüden bleibt der Rücken in einer Linie, beim Weibchen bleibt der Rücken aber auch weitgehend ruhig. Bei guter Schrittweise ist der Bewegungsablauf im Trab kräftig und sicher. Rottweiler werden auch als Traber eingeordnet.

 

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