Rottweiler-Nachrichten Juni ’18

Rottweiler-Rassehund-Zuchtschau

Die traditionelle Rottweiler-Rassehund-Zuchtschau in Rottweil, der Hundeführerschein und der Bissvorfall in München sind diesmal die Themen des Rottweiler-Blogs. Positive Vorkommnisse mit Rottweilern sind in den Medien leider viel zu selten. Unser Blog probiert deswegen die erfreulichen Ereignisse hervorzuheben, aber auch die traurigen Vorfälle müssen festgehalten und diskutiert werden. Insbesondere über den Rottweiler-Angriff auf insgesamt fünf Menschen in München wurde in den sozialen Medien kontrovers debattiert.  



Rottweiler Spezial-Rassehund-Zuchtschau in Rottweil

Eine bereits etablierte Veranstaltung für Hunde-Führer und ihre Rottweiler ist das jährlich Zusammentreffen in Rottweil. Die Rassehund-Zuchtschau für Rottweiler wurde bereits das neunte Mal ausgetragen. Auf dem Vereinsgelände der Bezirksgruppe Rottweil traten insgesamt 32 Teilnehmer in den Wettkampf. Die Bezirksgruppe und der ADRK organisierten erneut das Treffen.

Die angemeldeten Rottweiler wurden nach Alter und Ausbildungsstand eingruppiert. Richter und Zuchtschau bewerteten hauptsächlich den Körperbau und die Gangart. Weitere Kriterien für Einstufung der Rottweiler waren die Zahnstellung, die Augenfarbe und die Körpergröße. Eine gewisse Internationalität war der Rottweiler-Zuchtschau auch gegeben. So erfolgte die Bewertung der teilnehmenden Hunde durch eine Zuchtrichterin aus der Schweiz. Zudem nahmen zwei Hundeführer aus Frankreich an dem Wettkampf teil. Abschließend wurden bei diesem Treffen dann die Titel Reichsstadtjugendsieger, Reichsstadtsieger und den Best of Breed an die stärksten ihrer Klasse vergeben. Zur Siegerehrung war der ortsansässige Bürgermeister anwesend.

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Traurige Fortsetzung zum Biss-Vorfall in München

Nachdem der einjährige Rottweiler Pascha in München zwei Fußgänger und drei Polizeibeamte verletzt hatte, wurde er von einem Beamten erschossen. Der Polizist feuerte insgesamt viermal auf Pascha. Bevor es zu den tödlichen Schüssen kam, rief die Hundehalterin mehrmals ihren Hund, konnte ihn aber nicht beruhigen. Der erste Teil des Vorfalls wurde sogar auf Video aufgenommen und ist den sozialen Medien viral gegangen. Hier war zusehen, wie die Hundehalterin Pascha nach den Angriffen auf die Passanten wieder ins Auto bringt. Dass der Rottweiler kurz danach wieder frei durch die Gegend läuft, erklärt die Halterin mit ihrer eigenen Angst. So befand sich das Kind der Hundehalterin im Fahrzeug. Um dieses zu schützen, lässt sie den Hund ohne Maulkorb und Leine wieder raus. So nimmt der vermeidbare zweite Teil des Vorfalls mit den Schüssen des Polizisten sein trauriges Ende.

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Wäre der Vorfall vermeidbar gewesen?

Kurze Zeit nach der Tötung des Hundes äußert sich die Halterin erneut. Sie habe erkannt, dass sie nicht in der Lage ist den Rottweiler zuhalten. Als Grund nennt sie ihre berufliche Tätigkeit, durch die sie keine Zeit für den Hund findet. Bereits vor einem Jahr wollte sie den Rottweiler deswegen für 600 € verkaufen.

Trotzdem sieht sie die Schuld für die Angriffsserie ihres Hundes nicht bei sich. So habe ihrer Meinung nach die Polizei völlig falsch reagiert. Das bereits erwähnte Video in den sozialen Medien kommentiert sie mit der Aussage „Mein Hund war kein Monster“. Dabei zeigen die Reaktionen auf ihr Video, dass die Mehrheit der Zuschauer sie als Hundehalterin für unverantwortlich befinden. Einiges an Zustimmung erfährt, die Hundehalterin aber auch. Denn die Polizei hätte die Situation wahrscheinlich auch ohne die Tötung des Hundes klären können. Immerhin reagiert die Polizei Bayern und kündigt an das Verhalten der Beamten zu analysieren. Zum bisherigen Stand sieht die Polizei aber keine falsche Vorgehensweise und nimmt den Todesschützen aus der Kritik.

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Sind solche Vorfälle generell vermeidbar? Hundeführerschein?

Angestoßen durch die intensive Diskussion über die Tötung des Rottweilers ist auch der Hundeführerschein wieder in den Fokus gerückt. Eine Umfrage von pinpoll.com zum Thema Hundeführerschein für Bayern sammelte dabei deutliche Meinungen. So sind fast 70 % der Umfrage-Teilnehmer für einen obligatorischen Hundeführerschein. Lediglich 25 % sehen keine Notwendigkeit für einen Führerschein.

Losgelöst von dem letzten Ereignis in München bleibt auf jeden Fall festzuhalten, dass in den meisten Fällen ungeeignete oder überforderte Hundehalter eine Rolle spielten. Aber ob ein Hundeführerschein die charakterliche Eignung zum Besitz von größeren Hunden sicherstellt, bleibt ebenfalls zu diskutieren. Hier bleibt nur der Appell an alle Hundebesitzer verantwortlich mit ihren Hunden und ihrer Umgebung umzugehen.

 

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