Rottweiler-Nachrichten Juli ’18

Rottweiler-Blog - Rottweiler und Tierarzt - Rottweiler und Kampfhund

Ist der Rottweiler ein Kampfhund oder wird er erst dazu gemacht?  Diese Diskussion wird vom Tierschutzverein München wieder angestoßen. Auslöser ist der bereits mehrfach betrachtete Vorfall in München, bei dem mehre Passanten angegriffen worden. Bei diesem Fall ist klar ersichtlich, dass die Hundehalterin mit dem Rottweiler überfordert war.

 



Tierschützer zum Thema Kampfhund: Gefährlich an Kampfhunden sind die Zweibeiner

Zuletzt haben sich Biss-Vorfälle mit Rottweilern leider wieder gehäuft. Insbesondere ein Vorfall in München vor drei Monaten brachte wieder Bewegung in die Kampfhund-Diskussion. Nun bezogen Münchner Tierschützer Stellung zum Thema Rottweiler und deren Einstufung als Kampfhund bzw. Listenhund.

In unserem Rottweiler-Blog von dein-Rottweiler.de haben wir bereits mehrmals darauf hingewiesen, dass nicht die Hunde, sondern die Hundehalter die eigentliche Gefahr darstellen. So ähnlich äußerte sich nun auch der Vorsitzende des Tierschutzvereins München (e.V.).  Hätte die Hundehalterin ihren Rottweiler am Münchner Hauptbahnhof nicht von der Leine gelassen, hätte der Vorfall einfach vermieden werden können. Auch das bayerische Innenministerium teilt die Ansicht, dass Hundehalter oft mit ihren Tieren überfordert sind. Allerdings reagiert der Freistaat mit restriktiven Maßnahmen, die eher auf die Hundeart als auf den Hundehalter greifen. Dies stößt dem Münchner Tierschutzverein auf.

Die bayerische Einteilung von „Kampfhunden“ in die zwei Kategorien „Gefährlichkeit Unwiderlegbar“ und „Gefährlichkeit Unterstellbar“ ist dabei ein wesentlicher Diskussionspunkt. Während die Haltung von Hunden der ersten Kategorie nur noch in Ausnahmefällen möglich ist, können Hunde der zweiten Kategorie unter Auflagen frei erworben werden. Und eben diese Auflagen sind wieder auf den Hund ausgerichtet und nicht auf den Halter. Schließlich besteht die Auflage darin, durch einen Wesenstest und einem Gutachten, die Gefährlichkeit des Hundes zu widerlegen. Rottweiler werden in der zweiten Kategorie geführt und müssen also vor Anschaffung als ungefährlich eingestuft werden. Wenn dann ein Rottweiler trotz eines Gutachten gefährlich wird, ist dies ein deutlicher Hinweis auf die mangelnde Eignung des Halters.

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Milliardärin will Tierarzt-Tosten für ihren Rottweiler nicht bezahlen

Dabei ist die Angelegenheit mit den Tier-Arztkosten noch lange nicht alles. Die Ehefrau eines US-Unternehmers hatte sich gleichzeitig zwei Rottweiler angeschafft. Dass es sich hierbei aber nicht um eine wirkliche Hundeliebhaberin handelt, wurde dann schnell deutlich. Die Hündin Coco und der Rüde King Kong wurden beide zusammen direkt zur Zucht eingesetzt. Das beide Rottweiler aus demselben Wurf stammen, störte die Halterin dabei nicht.

Die Welpen aus dieser Inzucht waren dann nicht nur erwartungsgemäß besonders schwach und empfindlich, sondern hatten auch Missbildungen an der Hüfte. Ob diese Missbildungen Folge der Inzucht waren oder durch Komplikationen bei der Geburt verursacht wurden, ist dabei nicht mehr nachvollziehbar. Auf jeden Fall benötigten die Welpen sofort ärztliche Behandlung. Die Halterin reagierte dementsprechend und brachte die Rottweiler-Welpen in eine Tierarzt-Praxis.

Der Kostenvoranschlag des Tierarztes führte aber direkt zu einer Verweigerung der Behandlung. Der Besitzerin waren die Kosten in Höhe von ca. 13.000 € zu hoch. Offensichtlich wollte sie mit den Rottweilern durch die Zucht Geld verdienen und nicht Geld für die Welpen ausgeben. Dies wird daran erkennbar, dass die Halterin mit allen Mitteln probierte die Rottweiler-Welpen loszuwerden. Damit ihr eine Tierschützerin die Welpen abnahm, täuschte sie eine schwere Krankheit vor. Was auch zunächst vernünftig klingt, schließlich kann eine schwere Krankheit dazu führen, dass die Welpen nicht mehr genügend Zeit und Aufmerksamkeit bekommen. Doch hier kamen Hinweise vermehrt erläuterungsbedürftige Hinweise der Nachbarn an die Tierschützerin heran. Die Halterin war nicht krank und hatte die Hunde von Anfang an vernachlässigt.

Die Tierschützerin konnte sich vor Gericht gegen die Halterin durchsetzen und die Behandlungskosten mussten von der Halterin getragen werden. Jetzt kämpft die Tierschützerin dafür, dass die skrupellose Halterin alle ihre Rottweiler in Pflege geben muss.

  • zum ganzen Artikel: tag24.de (öffnet neuen tab)

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Rottweiler beißt Nachbarhund tot

Bereits im März dieses Jahres kam es zu einem Zwischenfall, bei dem ein Rottweiler einen Maltipoo-Rüden tödlich verletzt hat (Infos über die Hunderasse Maltipoo weiter unten). Der Rottweiler ist in der Vergangenheit gegen den Zaun gesprungen, wenn bestimmte Personen oder Hunde am Grundstück in Brilon vorbeigegangen sind. Der Hundehalter reagierte darauf und hat sich einen neuen stabilen Zaun aufstellen lassen. Dass der Rottweiler sein Grundstück verlassen konnte und so den vorbeigehenden Maltipoo angriff, lag wohl an einer wetterbedingten Schädigung des Zaunes.

Der Vorfall wird nun wieder in den Medien thematisiert, da der Halter des Rottweilers vor Gericht Berufung eingelegt hat. Er war nur mit einem Bußgeld in Höhe von 500 € belegt worden, da er den ganzen Vorfall zugab und Einsicht zeigte. Durch die Berufung wird jetzt vor allem die Frage nach der Grundstückssicherung behandelt. Der Hundehalter versichert, dass der Zaun am Vortag unbeschädigt war und in erst durch den nächtlichen Frost deformiert wurde. Das Anfrieren des Fundamentes führte also dazu, dass die Verriegelung des Tores verzogen war und das Tor durch den Hund geöffnet werden konnte.

Die Gerichtsverhandlung wurde zwischenzeitlich unterbrochen, da weitere Zeugenaussagen benötigt werden.

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Rottweiler beißt Achtjährige in den Oberarm

Ein sehr trauriger Vorfall ergab sich Anfang des Monats im Börde Landkreis (Sachsen-Anhalt). Ein achtjähriges Mädchen ist am späten Abend in Haldensleben von einem Rottweiler gebissen worden. Sie war mit zwei weiteren Personen unterwegs, als der Rottweiler auf die Gruppe zu lief. Während ihre beiden Begleiterinnen stehen blieben, lief das Mädchen weg. Der Rottweiler verließ sein Grundstück durch eine geöffnete Pforte und verfolgte dann das flüchtende Mädchen.

Der Hundehalter reagierte zum Glück schnell und brachte den Hund unter seine Kontrolle. Nachdem der Hund gesichert war, leistete der Hundehalter unmittelbar Erste Hilfe bei dem attackierten Mädchen. Gegen den Hundehalter wird nun wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

  • zum ganzen Artikel: Welt.de (öffnet neuen tab)

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